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05.1. Einzeltherapien


Tiefenpsychologisch fundierte Einzeltherapie für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

(d.h. Therapiebeginn vor dem 21. Geburtstag)


Regelversorgung für gesetzlich Versicherte


Im Rahmen der Regelversorgung für gesetzlich Versicherte ist es möglich, folgende psychotherapeutischen Leistungen in Anspruch zu nehmen:

Sprechstunde (Erstgespräch): Die Sprechstunde hat v.a. folgende Aufgaben: Erstes Kennenlernen; erste und vorläufige diagnostische Einschätzung; Patientenaufklärung; Regelung von Formalia; gegebenenfalls "Weichenstellung" bezüglich anderweitiger Untersuchungen oder Behandlungen; Einschätzung, ob eine Psychotherapie voraussichtlich nötig und sinnvoll ist; gegebenenfalls Vereinbarung weiterer Termine. Zur ersten Sprechstunde sind mitzubringen: Gesundheitskarte - bzw. Versichertenkarte - und möglichst auch Vorbefunde. Eine Sprechstunde dauert normalerweise 50 Minuten. Nicht selten sind mehrere Sprechstunden erforderlich, damit genauere Ergebnisse erzielt werden können.

Probe-Therapie: Die Probetherapie hat v.a. folgende Aufgaben: Vertiefte diagnostische Einschätzung; Einschätzung, ob Patient und Therapeut zueinander passen; ggf. Erstellung des Therapieplans und des Therapieantrags. (Parallel sucht der Patient den Hausarzt/Kinderarzt auf, um einen "Konsiliarbericht" erstellen zu lassen.) Die Probe-Therapie umfasst je nach Patient und Alter bis zu sechs Sitzungen zu je 50 Minuten.

Eine bis zwei Anamnesesitzungen: Die Anamnesesitzungen haben v.a. folgende Aufgabe: Rekonstruktion der Lebensgeschichte des Patienten zum biografisches Verständnis seiner Problematik.

Akuttherapie: Die Akuttherapie bietet die Möglichkeit, ohne großen bürokratischen Aufwand rasch psychotherapeutische Hilfe zu bekommen. Dies ist z.B. bei akuten Krisensituationen wichtig. Sie umfasst 15 Sitzungen zu je 50 Minuten. Anschließend besteht die Möglichkeit, in eine umfangreichere Therapie einzusteigen.

Kurzzeittherapie: Die Kurzzeittherapie umfasst 24 Sitzungen zu je 50 Minuten. Sie ist in zweit Therapieabschnitte von jeweils zwölf Sitzungen aufgeteilt.

Langzeittherapie: Die Langzeittherapie umfasst i.d.R. mindestens 50 Sitzungen zu je 50 Minuten.

Nachsorge nach Abschluss einer Therapie: Bei bestimmten Patienten ist es sinnvoll, im Anschluss an eine Therapie eine stabilisierende Nachsorge zum Schutz vor Rückfällen durchzuführen. In der Regel handelt es sich hierbei um Sitzungen von 50 Minuten Dauer, die in längeren Abständen durchgeführt werden.

Niederfrequente therapeutische Gespräche: Maximal ein Termin pro Monat zu je 50 Minuten.

Bei Therapien mit Kindern stehen eher spieltherapeutische Methoden im Vordergrund, bei Therapien mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen gewinnen erlebnisorientierte sowie künstlerisch-gestalterische Ansätze und schließlich das Therapiegespräch mehr und mehr an Bedeutung.

Pro Woche finden im Normalfall - je nach Indikation - eine bis zwei Sitzungen statt. Bei Therapien mit Kindern und jüngeren Jugendlichen gibt es auch regelmäßig Termine für die Eltern bzw. andere Bezugspersonen.

Im Zentrum der Behandlung steht der jeweilige betroffene Mensch mit seiner gesamten Persönlichkeit. Der Ansatz der Behandlung gilt daher diesem Menschen in seiner psychischen Gesamtheit und seinem Lebensumfeld, nicht nur der Behandlung eines einzelnen, oberflächlich wahrnehmbaren Symptoms.

Der Ursprung dieser Therapiemethodik liegt in der klassischen Psychoanalyse; durch ausgesprochen vielfältige Veränderungen, Ergänzungen, Bereicherungen, Differenzierungen, Korrekturen und nicht zuletzt Einflüsse anderer Therapieformen unterscheiden sich die modernen psychoanalytisch ausgerichteten Psychotherapieansätze aber doch erheblich von der ursprünglichen Psychoanalyse.

Das tiefenpsychologisch fundierte Therapieverfahren kann es bei einer großen Vielfalt von unterschiedlichsten Erkrankungen nutzbringend angewandt werden, zumal es zahlreiche Einzelmethoden umfasst.


Wichtiger Hinweis: Welche der o.g. Leistungen in Anspruch genommen werden kann bzw. muss, ist - ähnlich wie bei einer Medikation - eine fachliche Entscheidung und eine Frage der Indikation. Sie hängt eng mit der Art der vorliegenden Problematik zusammen. Es ist daher nicht möglich, als Patient oder Eltern eine therapeutisch nicht begründete  Entscheidung zu treffen, welche dieser Leistungen für die vorliegende Problematik erforderlich ist, sondern dies ist vom Therapeuten zu beurteilen.  Dies gilt insbesondere auch für die benötigte Anzahl und Frequenz der Psychotherapietermine.


Versorgung für privat Versicherte

Die Kostenübernahme bezüglich Leistungsart und -umfang hängt von den konkreten Regelungen in Ihrem Versicherungsvertrag ab. Bitte erkundigen Sie sich daher im Zweifelsfall bei Ihrer Versicherung nach den entsprechenden Möglichkeiten und setzen Sie sich dann mit mir in Verbindung - auch wenn Ihre Versicherung die Kosten nicht übernehmen sollte. Denn dann ist zu prüfen, ob es andere Finanzierungsmöglichkeiten gibt. Siehe hierzu auch: 06.2. Kosten.


Suchen Sie statt einer tiefenpsychologisch fundierten eine analytische Psychotherapie?

Nehmen Sie deswegen doch einfach mit mir Kontakt auf, um zu klären, ob dies in Ihrem konkreten Fall möglich ist.


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Einzeltherapie für Erwachsene

(d.h. Therapiebeginn nach dem 21. Geburtstag)


Einzeltherapien für Erwachsene sind in meiner Praxis nur in besonderen, begründeten Ausnahmefällen möglich. Die Rechtsgrundlage hierfür bildet meine ergänzende Heilpraktikererlaubnis für Psychotherapie. Die Kosten für die entsprechenden Leistungen können - in Abhängigkeit von den jeweiligen Vertragsbedingungen - dann gegebenenfalls von privaten Krankenversicherungen oder privaten Zusatzversicherungen übernommen werden. Ansonsten sind sie selbst zu übernehmen.





Weitere Informationen siehe: 06.1. Ablauf,06.2. Kosten, 06.3. Buchung



© Andreas Schopp, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, 80686 München Laim
Psychotherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene